Auf dem Weg zur Berufung und zum Erfolg.

Ab dem 16. Lebensjahr öffnen sich für junge Menschen neue Welten. Der Übergang vom Kind zum Jugendlichen bedeutet für das Individuum, das zuvor als Kind galt, eine Entfaltung seiner Möglichkeiten. Der Körper verändert sich und das Aussehen gleicht sich immer mehr dem eines Erwachsenen an. Gleichzeitig bietet ihnen das System, in dem wir leben, neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Dies macht ihnen aber auch bewusst, dass sie Verantwortung übernehmen müssen, um den Anforderungen des Systems gerecht zu werden. Kurz gesagt, die Jugendlichen erkennen allmählich, dass sie Arbeit brauchen.

Doch was bedeutet das?

Arbeit sollte im Idealfall eine Art bezahlter Ausdruck unserer selbst sein. Man wird also dafür bezahlt, dass man seine Kreativität, sein Talent und seine individuellen Fähigkeiten in Form eines Produkts anbietet. Da viele Menschen ihre eigenen Fähigkeiten nicht kennen oder nicht genügend Vertrauen in sie haben, verkaufen sie das, was ihnen am nächsten liegt: Zeit und körperliche Arbeit. Obwohl dies auf verschiedene Art und Weise geschehen kann, z. B. durch die Erfüllung einer Rolle in einem Unternehmen, ist es im Grunde diese „Ware“, für die die meisten Menschen bezahlt werden. In diesem Fall hängt der Erfolg von der zeitlichen, geistigen und körperlichen Leistung ab. Aber warum ist das so?

Beginnen wir mit der Schule. Warum? Weil die Schule zwei Ziele hat. Das eine ist ein besseres Verständnis der systemischen Welt*1, in der sich der Mensch befindet, und das andere ist die Vorbereitung auf das Berufsleben. Grundsätzlich weist das Bildungsministerium darauf hin, dass *2 der gesellschaftliche Auftrag der Schule darin besteht, die Schüler zu mündigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu erziehen. Sie soll Bildung, d.h. Wissen, Fähigkeiten und Werte, im Unterricht zielgerichtet vermitteln. Darüber hinaus wird die Bezeichnung wie folgt ergänzt: 

·        Qualifikation – Vorbereitung auf spätere Lebensanforderungen in Beruf, Privatleben und gesellschaftlichen Funktionen

·        Sozialisation – Vermittlung gesellschaftlich erwünschten Verhaltens

·        Selektion – Auslese und Zuweisung einer sozialen Position oder Berechtigung

·        Legitimation – Vermittlung gesellschaftlicher Grundwerte zur Sicherung der Loyalität und Integration

So gibt das Statistische Bundesamt*3 an, dass nur 3,8 % der Erwerbstätigen selbständig sind. Darüber hinaus zeigen die eigenen Erfahrungen des Bildungsinstituts, dass der Lernstoff und das Lernsystem der Regelschule eher geeignet sind, qualifizierte Fachkräfte für bestehende Unternehmen auszubilden.

Abgesehen davon, dass die Schule gut für die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und Disziplin ist, wird deutlich, dass die akademische Ausbildung zu wenig auf individuelle Bedürfnisse eingeht. Wichtige Themen wie:

– Eigene Fähigkeiten und Begabungen erkennen und erfahren,

– Das Individuum als etwas zu begreifen und zu entwickeln, das von den Merkmalen seiner noch zu entwickelnden Persönlichkeit getrennt ist*4,

– Vertrauen und Kraft in sich selbst finden,

– Das Leben als Werkzeug zur Selbstverwirklichung begreifen,

– Den Beruf als Berufung der eigenen Person erkennen,

– Erfolg verstehen und erleben,

– Verantwortung als Haltung des Bewusstseins begreifen.

Die meisten jungen Menschen, die sich der Herausforderungen des Lebens bewusst sind, befinden sich oft in einem Dilemma zwischen den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft und ihren eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen.

Die Menschen wissen nicht, was sie wollen, aber sie wollen immer das, was sie kennen.

So bleibt vielen Berufsanfängern nichts anderes übrig, als sich von äußeren Einflüssen leiten und beraten zu lassen, in der Hoffnung, dass sie früher oder später das Glück haben werden, dadurch Freude zu erfahren. Oft wird die daraus resultierende Unzufriedenheit durch Hobbys, Geld oder Sucht kompensiert.

Wie findest Du heraus, welcher Beruf zu Dir passt?

·        Wird dir deiner Individualität bewusst

·        Folge deine wahre Freude

·        Erkenne deine Talente

·        Fühle deine Kraft

·        Sei Kreativ

·        Sei mutig

Eine der beunruhigendsten Fragen, die man einem jungen Menschen stellen kann, lautet: „Was willst du einmal werden?“

Denn sie impliziert, dass die Person jetzt nichts ist… Aber das ist nicht der Fall! Nur weil man sich noch nicht angepasst hat, heißt das nicht, dass man nichts ist.

Jeder Mensch bringt einzigartige und besondere Qualitäten mit auf die Welt. Im Gegenteil, es bedeutet, dass man der Welt etwas Neues und Besonderes geben kann. Jetzt müssen wir herausfinden, was das ist, wenn du es noch nicht selbst herausgefunden hast.

Das Sammeln von Berufserfahrung in bestehenden Unternehmen ist hilfreich, um ein klares Bild davon zu bekommen, wie es dort zugeht.

Probieren geht über Studieren, aber sei dir bewusst, dass du zwar die Möglichkeit hast, dich in einem bestehenden Unternehmen zu verwirklichen, dass aber diejenigen, die Arbeit anbieten, ihren eigenen Traum verwirklicht haben und du ihnen hauptsächlich dabei hilfst.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg dabei, deinen Lebensweg zu finden und zu gehen. Abonniere meinen Newsletter mit Tipps und Tricks für deine berufliche und persönliche Entwicklung.

Einzelnachweise

*1:  Unser Leben basiert auf einen durch die Menschen gewählten System, das nahezu allen sozialen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Vorgängen regelt. Schule und Studium dienen dazu diese zu lernen.

*2: Link

*3: Link

*4: Individualität beschreibt den einzigartigen Charakterzug eines Menschen, der ihn von anderen unterscheidet. Der Begriff „Persönlichkeit“ hingegen bezieht sich auf die äußeren Eigenschaften einer Person, wie sie von außen betrachtet werden.